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Ausstellung: Wagners Wanderungen in der Schweiz |
| «Alpenmythos im 19. Jahrhundert» |
| Ausstellung: Wagners Wanderungen in der Schweiz |
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BAYREUTH – Unter dem Titel «Alpenmythos im 19. Jahrhundert» erinnert das Richard-Wagner-Museum im Haus Wahnfried in Bayreuth vom 17. Mai bis 12. Juli an Richard Wagners Wanderungen in der Schweiz.
Die länderübergreifende Sonderausstellung dokumentiert zum einen Wagners Bewunderung der Schweizer Natur und ihrer Landschaften. Zum anderen zeigt sie nach Angaben der Stadt Bayreuth auch die besonderen schweizerischen Komponenten, die musikalisch wie szenisch Einfluss auf Wagners Schaffen nahmen.
Schweizer Bilderwelt
Auch Wagners Freund und späterer Schwiegervater Franz Liszt war von der im 19. Jahrhundert herrschenden Schweiz-Euphorie ergriffen und hat aus dieser Zeit ein reiches musikalisches Zeugnis hinterlassen. Mit Liszt und weiteren Freunden erwanderte Wagner auf zum Teil abenteuerliche Weise und mit unzulänglicher Ausrüstung die touristisch noch kaum erschlossenen Berge. Er kann als einer der Zeugen der Anfänge des alpinen Tourismus gelten.
Seine Schweizer Bilderwelt ist in einem Konvolut von Grafiken aus dieser Zeit reich dokumentiert, das im Richard-Wagner-Museum Bayreuth verwahrt und erstmals in diesem Umfang vorgestellt wird. Auf einer überdimensionalen historischen Schweizer Landkarte sind Wagners Wanderungen farblich markiert nachzuvollziehen.
100-seitige Begleitbroschüre
Auch musikalische Anregungen, die aus Wagners engem Verhältnis zur unberührten Berglandschaft hervorgegangen sind, werden konkret mit Briefen, Partituren und Bühnenbildern dokumentiert. In Kooperation mit der Stadt Luzern wurde eine 100-seitige Begleitbroschüre zur Ausstellung erstellt. Darin werden die Forschungsresultate der Ausstellung in Fachaufsätzen festgehalten und mit zahlreichen, noch nie reproduzierten Bildern dokumentiert.
Bei einem Gesprächskonzert am 14. Juni spielt der Basler Pianist Tomas Dratva Stücke von Franz Liszt aus dessen Schweizer Zeit, die auch für Wagner von großer Bedeutung waren. Verena Naegele liest Textstellen von Richard Wagner und bietet dem Publikum einen Einblick in eine der wichtigsten und produktivsten Lebensphasen Wagners.
dpa/lby |
| 10.5.2009 14:35 MEZ |
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