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Bus machte schlapp |
| Das THW sucht Sponsoren für ein neues Fahrzeug |
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Sie sollen auf der Autobahn vor Stau warnen und Leben retten: Doch die Ausstattung der Helfer lässt zu wünschen übrig. Weil ein Spezialfahrzeug schlapp gemacht hat, sucht das Technische Hilfswerk händeringend Geldgeber für einen neuen Wagen.
Um ein Haar hätte der Abschlepper kommen müssen; auf die A9, auf der das THW gerade im Einsatz war - mit einem schrottreifen Wagen, um genau zu sein. Der mit allerhand Geräten bepackte Bus hatte schlapp gemacht, die Wasserpumpe ging in die Knie. «Wir haben dann Wasser reingekippt», sagt Stefan Mühlmann vom THW. Sie hätten es gerade noch zurück nach Nürnberg geschafft.
Jetzt steht der VW Bus mit Oldtimer-Qualitäten ausgemustert im Hof des THW im Tillypark. Er wird nach 28 Jahren ausrangiert, weil nichts mehr zu retten ist. Ein Nachfolger ist bereits angeschafft; finanziert von Sponsoren und vom Förderverein Katastrophenschutz, in dem vor allem THWler sitzen. Sie pumpten Geld in den Verein, damit sie helfen dürften, sagt Mühlmann süffisant. Doch das Wesentliche fehlt: die Ausstattung des Fahrzeugs - von der Rettungsschere über Hebekissen und Notstromaggregat bis hin zur Motorsäge. Macht alles in allem rund 14 000 Euro. Nur das Blaulicht ist schon auf dem Dach.
Das THW wird zwar vom Bund finanziert; doch der macht nur Geld für die Pflichtaufgaben der technischen Hilfeleister locker. «Für den Autobahndienst gibt es vom Bund gar nichts», sagt Claus Dietrich, Vorsitzender des Fördervereins. Doch genau dafür ist das neue Fahrzeug gedacht.
Alle zwei oder drei Wochen machen die THWler auf den Autobahnen rund um Nürnberg Dienst; auf der A 9 bis Hormersdorf, auf der A 6 bis Neuendettelsau. Sie rücken an den Wochenenden aus und an Hauptreisetagen; immer dann, wenn die Polizei sehr viel Verkehr und Staus prognostiziert. Dann leistet das THW Hilfe bei Pannen und sichert Staus mit Warnschildern ab, damit es nicht zur Massenkarambolage kommt. Wenn die Helfer als erste am Unfallort sind, kümmern sie sich um die Opfer.
Sie tun das ehrenamtlich. Für den Dienst auf der Autobahn wird ihnen nicht einmal der Verdienstausfall ersetzt, weil solche Einsätze nicht zum gesetzlichen Auftrag gehören.
Doch mittlerweile muss das THW immer mehr Zeit für die Suche nach Spendern und Sponsoren aufbringen. Frühere Förderer wie die Verkehrswacht zum Beispiel sind abgesprungen. Neue sind schwer zu gewinnen. 70 bis 80 Firmen wurden vom Verein angeschrieben - in der Hoffnung, Geldgeber für das neue Auto zu finden. Viele Absagen kamen zurück. Wenn es der Wirtschaft schlecht gehe, wolle niemand etwas investieren, klagt Mühlmann. Die THWler sind trotzdem optimistisch, dass das neue Fahrzeug ab Oktober an den Start gehen kann. Bis dahin kommt ein Wagen, der eigentlich für andere Zwecke gedacht ist, auf den Autobahnen zum Einsatz.
Wer das THW unterstützen möchte: www.thw-nuernberg.de
Sabine Stoll |
| 17.7.2009 |
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