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Als Stuntman im neuen Tarantino-Film |
| Thomas Hacikoglu hat bei «Inglourious Basterds» für Tarantino gearbeitet |
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NÜRNBERG - Am Donnerstag lief «Inglourious Basterds» an – der neue Actionfilm von Kult-Regisseur Quentin Tarantino, der im besetzten Frankreich des zweiten Weltkriegs spielt. Thomas Hacikoglu war bei den Dreharbeiten dabei – genauer gesagt: bei der Schlüsselszene am Ende, die in einem brennenden Kino spielt.
«Freunde von mir haben den Film schon gesehen und gemeint, man sieht leider nur Silhouetten und erkennt keine Gesichter», erzählt der Nürnberger Stuntman. Schade. Aber gut, das ist bekanntlich das Los des «Unknown Stuntman», den im letzten Jahrtausend schon Lee Majors besungen hat. Der Franke trägt’s mit Fassung - dabeisein ist auch hier alles.
Leichte Verbrennungen am Ohr
Zehn Tage war der 27-Jährige bei den Dreharbeiten in Babelsberg. Für die Feuerszene war er sauber mit feuerfestem Gel eingeschmiert, dennoch war die Geschichte äußerst brenzlig. «Wir haben unterschätzt, dass es so heiß wird», blickt der Stuntman auf den heißesten Einsatz seiner bisherigen Karriere zurück. Obwohl er relativ weit vorne am Feuer war, trug er nur leichte Verbrennungen am Ohr davon.
Eine Kollegin nicht weit von ihm entfernt hatte weniger Glück. Sie trug ein rückenfreies Kleid – und verbrannte sich bei der Flucht den kompletten Rücken.
Einen durchgeknallten Eindruck
An einer Frage kommt man bei so einer Geschichte natürlich nicht vorbei: Was ist Quentin Tarantino für ein Typ? «Er hat einen ziemlich durchgeknallten Eindruck gemacht, war aber ständig präsent und hat mit allen gesprochen. Der Mann hat auf jeden Fall seine Bilder und eine Vision des fertigen Films im Kopf. Aber er hat auch jeden Spaß der Crew mitgemacht. An einem Tag mussten sich zum Beispiel alle Männer am Set die Lippen rot schminken. Auch Tarantino hat das anstandslos getan. Wie er da mit roten Lippen unter einem riesigen Hakenkreuz stand, das war schon ein Bild für Götter.»
Das fertige Werk hat Thomas noch gar nicht gesehen. Er will sich «Inglourious Basterds» stilecht zusammen mit den Jungens seiner Stunt-Crew im Kino angucken, doch die Kollegen sind derzeit noch auf der Seebühne bei den Bregenzer Festspielen im Einsatz, wo dieses Jahr Verdis Aida gegeben wird. «Wehe, die haben ihn dort unten schon geguckt. Dann müsste ich mir wohl oder übel noch mal deinen Baseball-Schläger ausleihen ...» (Infos und Kontakt: www.thomas-hacikoglu.com)
Im Biergarten chillen
Seine KulTour-Tipps: Thomas Hacikoglu chillt bevorzugt im Biergarten auf der Wöhrder Wiese - «Sonne tanken bei kühlen Getränken!» Sein Filmtipp lautet: «Food Inc.» – «eine Dokumentation über unsere tägliche Ernährung und die Industrie, die dahinter steht. Es ist aber auch ein Film, der nicht nur aufklärt, sondern auch Alternativen anbietet!»
Musikalisch rät er zu «Two Steps From Hell» – «weil klassische Musik aus Filmen oft unterschätzt wird in ihrer motivierenden Wirkung beim Training.» Und wer sich fit halten will, dem empfiehlt Thomas die Fitness Factory in der Karolinenstraße in Fürth – vor allem den Boxkurs mit Panos. «Ein cooler Freizeittipp ist auch die Trampolinanlage am Nordostbahnhof, in der Nähe vom Schwimmbad. Niemand arbeitet mit so viel Leidenschaft wie die dortigen Betreiber!»
Stefan Gnad |
| 19.8.2009 |
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