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NASA bombardiert den Mond

Mit aufgewirbeltem Staub die Wasserfrage klären
 NASA bombardiert den Mond
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WASHINGTON/HAMBURG – Gibt es Wasser auf dem Mond? Wohl schon. Aber so ganz genau wissen es die Experten bisher nicht. Fachleute der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA wollen es jetzt beweisen.

Sie vermuten, dass Wasser an den Polen des Mondes in tiefen Kratern als Eis gefroren liegt. In diesen Kratern ist es unglaublich kalt – viel kälter als am Nord- oder Südpol auf der Erde. Für ihren Beweis hat die NASA am Freitag eine ungewöhnliche Aktion gestartet: Sie ließ aus dem All ein Raketenteil so groß wie ein Geländewagen auf den Mond fallen. Das Geschoss wirbelte eine mehrere Kilometer hohe Staubwolke auf. Die Staubteilchen gelangten so ans Sonnenlicht.

Wasser in der Staubwolke

Das war deshalb interessant, weil das Material vorher Millionen Jahre im Dunkeln gelegen und es noch nie jemand gesehen hatte. Mit speziellen Geräten wollen die NASA-Experten nun herausfinden, ob in der aufgewirbelten Staubwolke auch Wasser steckte. Dazu haben mehrere Satelliten im Weltraum Aufnahmen gemacht. Die Leute von der NASA wollen die Daten und Bilder nun genau untersuchen.

Die NASA hatte für den Einschlag einen dauerhaft finsteren Krater am Südpol des Mondes ausgewählt, dessen Boden nie ein Sonnenstrahl erreicht. Experten schätzen, dass die Temperaturen am Boden solcher Mondschlunde bis zu minus 240 Grad Celsius betragen. In diesen dauernd tiefgekühlten Regionen vermuten die Forscher Wassereis.

79 Millionen Dollar Kosten

Die Sonde «LCROSS» war am 18. Juni zusammen mit dem «Lunar Reconnaissance Orbiter» (LRO), der nun den Mond umkreist, an Bord einer Atlas-Rakete gestartet und vier Monate durch den Weltraum gereist. Die «LCROSS»-Mission hat drei Jahre Vorbereitungszeit und 79 Millionen Dollar (knapp 54 Millionen Euro) an Investitionen gekostet.

dpa
9.10.2009 16:25 MEZ
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