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Mit Köpfer ins Guinness-Buch der Rekorde |
| Turmspringer des Bayern 07 springen 48 Stunden lang vom Drei-Meter-Brett |
| Mit Köpfer ins Guinness-Buch der Rekorde |
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NÜRNBERG - Viele träumen davon, wenigen gelingt es: ein Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Die Wasserspringer Nürnberg haben sich dieses Ziel gesetzt. Sie wollen es fertig bringen, die größte Anzahl von Kopfsprüngen von einem Drei-Meter-Brett innerhalb von 48 Stunden bei maximal 20 Teilnehmern abzuliefern.
Ob diese sportliche Herausforderung überhaupt machbar ist, testete die Abteilung des Vereins Bayern 07 bei einem 12-stündigen Dauer-Probetraining im Südbad. Von Samstag 18 Uhr bis Sonntag 6 Uhr, landete ein Wasserspringer nach dem anderen kopfüber im azurblauen Becken.
Die Sprünge variierten. Mal gab es einen Delfin-Sprung, einen Rückwärts-Köpfer oder gar einen zweieinhalbfachen Salto zu sehen. «Voraussetzung ist, dass die Teilnehmer mit dem Kopf zuerst eintauchen«, erläutert Jürgen Krey die Regeln.
Krey ist Mitglied der Erwachsenenmannschaft der Wasserspringer von Bayern 07. Natürlich nimmt er auch selbst am Rekordversuch teil.
Jüngste Mitstreiter sind die neunjährige Milena und der zehnjährige Justin. Letzterer ist beim 12-Stunden-Vortraining kaum zu bremsen. Unermüdlich stürzt sich der dunkelhaarige Bub vom Drei-Meter-Brett, klettert prustend aus dem Wasser, um sofort wieder die Leiter zum Sprungbrett zu erklimmen.
Beim Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde geht es um etwa 5760 Sprünge innerhalb von 48 Stunden. Gesprungen wird in sechs Gruppen zu je drei Springern. Jede Gruppe springt einmal 180 Minuten und zweimal 150 Minuten. Dazwischen liegen Ruhepausen, erklärt Krey. Um das Ziel zu erreichen, muss jeder Springer mindestens alle zwei Minuten einen Sprung machen.
Das hört sich nicht übermäßig schwer an, doch der Dauereinsatz zehrt an den Kräften. Das wird auch beim Probetraining deutlich. «Die ersten eineinhalb Stunden gehen, aber die letzte halbe Stunde ist der Horror«, erzählt Gabriel, 13 Jahre alt. Hastig nippt der Schüler an einer Tasse Kaffee. «Den brauch’ ich zum Wachbleiben. Normalerweise geh’ ich nämlich schon um 10 Uhr ins Bett.« Heute, beim 12-Stunden-Training ist das nicht drin. Das gesamte Team muss ran, jeder hat feste Springschichten.
Gegen 4.30 Uhr morgens geht den Wasserspringern die Puste aus. «Der moralische Tiefpunkt war erreicht«, berichtet Krey am nächsten Morgen. Da habe sich der kleine Justin die Badehose angezogen und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter energisch motiviert, weiterzumachen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Immerhin 3000 Sprünge schafften die 12 Wasserspringer im 12-Stunden-Dauertest in dieser Nacht. Justin sei Dank. Das nächste Probetraining findet Ende März statt. Der Weltrekordversuch, so ist es von der Abteilung Wasserspringer des Bayern 07 und der Bäderverwaltung der Stadt Nürnberg geplant, soll am 30. April über die Bühne gehen.
Michaela Zimmermann |
| 14.12.2009 |
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