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Mit Edeltraud und dem Papst durch den Weltkrieg |
| Das Nürnberger Impro-Theater holterdipolter im Wettstreit mit Kollegen |
| Mit Edeltraud und dem Papst durch den Weltkrieg |
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NÜRNBERG - Vier Schauspieler aus zwei unterschiedlichen Improvisationstheater-Gruppen, ein Moderator, der teilweise ziemlich skurrile Vorgaben macht, ein Pianist, der für musikalische Untermalung sorgt und ein Publikum, das zu alledem noch seinen Senf dazu gibt: Das sind die Zutaten für ein amüsantes Improtheater-Match mit der Nürnberger Gruppe «holterdiepolter!» und ihren Kollegen von «Isar 148» aus München.
«Ich brauche von euch zehn Gefühle!», fordert Moderator Stephan Stark vom Publikum. Das lässt sich nicht lange bitten: «freudig erregt», «Hass», «müde», «spritzig», «Sex» und «Lachanfall» tönt es aus dem Saal der Arena im Cinecittà. Dann sollen Jon de Noéll und Felix Schwarzbold von holterdiepolter! sowie Birgit Linner und Roland Trescher von Isar 148 eine Szene auf einer Skipiste improvisieren. Währenddessen ruft Stark den einzelnen Schauspielern immer wieder eines der genannten Gefühle zu, das sie spontan ins Spiel mit einbauen müssen. Nach jeder Szene entscheidet das Publikum durch Applaus, welche Gruppe sich besser geschlagen hat. Im Laufe des Abends kommt dabei ziemlich viel Komisches und Abgedrehtes heraus.
Improvisierter Besuch von der Sandkastenliebe
So bekommt etwa der Papst Besuch von seiner Sandkastenliebe Edeltraud, die nach über 50 Jahren endlich eine Antwort auf die Frage «Willst du mit mir gehen?» einfordert. Und zwei Touristen, die sich im Nürnberger Outback verlaufen haben, kommen zu der Erkenntnis: «Fischbach ist wie Fürth, nur kennt es keiner.»
Vor eine Herausforderung der besonderen Art stellte Zuschauerin Dagmar das holterdiepolter!-Team, als sie als sprechende Statue die Sätze der Schauspieler vollenden sollte. So schickte sie die beiden Figuren Werner und Rüdiger, die sich gerade auf ihren Urlaub vorbereiteten, mal eben auf «Dritte-Weltkriegs-Tour» und trieb damit den Darstellern die Schweißperlen auf die Stirn.
Schlagfertig und komisch
Bei knapp zwei Stunden geballter Spontaneität, jeder Menge Schlagfertigkeit und einer guten Portion Situationskomik kam das Publikum streckenweise aus dem Lachen nicht mehr heraus. Das Impro-Duell gewann am Ende Isar 148 knapp nach Applaus-Punkten. Als nächstes wird holterdiepolter! die «Stereotypen» aus Bielefeld herausfordern, Termin ist der 9. Februar. Los geht’s um 20 Uhr in der Arena im Cinecittà (Gewerbemuseumsplatz 3).
Verena Pohl |
| 14.1.2010 |
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