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Fürth: Junglehrer protestieren vor Kabinett |
| In der Stadthalle geht es um die Zukunft der Metropolregion |
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FÜRTH – Begleitet von Junglehrerprotesten hat in Fürth die Sitzung des bayerischen Kabinetts begonnen. Beim Eintreffen von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) in der Fürther Stadthalle verlangten die jungen Pädagogen die Einstellung aller Lehrerabsolventen im kommenden Schuljahr.
Sie wehrten sich damit gegen Pläne des Freistaats, in mehreren Fächern nur noch die Jahrgangsbesten zu übernehmen. Nach Seehofers Angaben ist im Laufe des Dienstags ein Gespräch der Protestierenden mit dem bayerischen Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) dazu geplant.
Strukturhilfe für die Region Nürnberg
Im Mittelpunkt der Ministerratssitzung steht die Strukturhilfe der Staatsregierung für die Region Nürnberg/Fürth nach dem Aus des Versandhauses Quelle. Geplant ist unter anderem die Verlagerung großer Teile des Statistischen Landesamtes von München nach Fürth. Damit soll nach Vorstellung der Staatsregierung ein Teil des Jobverlustes nach der gescheiterten Quelle-Rettung aufgefangen werden.
Der Fürther Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) setzt zudem bei der Expansion zweier bislang in Fürth beheimateter Unternehmen auf Unterstützung der Staatsregierung. So seien im Laufe des Dienstags Gespräche Seehofers mit führenden Vertretern eines Lebensmitteldiscounters und eines ebenfalls in Fürth ansässigen Süßwarenherstellers geplant.
OB will Firmen in Fürth halten
Jung hofft, dass beide Firmen mit Hilfen des Freistaats etwa bei Erschließungskosten dazu bewogen werden können, ihre Firmensitze in Fürth zu belassen. Beiden Unternehmen lägen Angebote aus Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern vor.
Der DGB Mittelfranken warnte unterdessen die Staatsregierung davor, die Ministerratssitzung in der Fürther Stadthalle zu einer «Showveranstaltung» zu machen. Die Sitzung müsse zu sozialen Nachbesserungen beim Strukturprogramm führen, betonte DGB-Chef Stephan Doll in einer Pressemitteilung.
Konkret forderte er ein arbeitsmarktpolitisches Sofortpaket, mit dem die verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit in Nürnberg und Fürth bekämpft werden sollte. Das Versandhaus Quelle war im Herbst 2009 nach erfolglosen Rettungsversuchen abgewickelt worden. Tausende verloren ihren Arbeitsplatz.
dpa |
| 19.1.2010 9:54 MEZ |
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