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Selbstgebrautes aus Gostenhof |
| Die Zwei-Mann-Brauerei «Schanzenbräu» stellt ihr Bier im Salon Regina vor |
| Selbstgebrautes aus Gostenhof |
Seit einem Jahr brauen Stefan Stretz und Stefan Krapf in Gostenhof ihr eigenes Bier. Am kommenden Samstag um 16 Uhr stellen sie ihr Selbstgebrautes im Salon Regina, Fürther Str. 64, vor.
Es gibt so Tage, da spürt man es irgendwie. Schon morgens, wenn man beim Bäcker ein noch duftend warmes Landbrot besorgt, dazu etwas Butter, Käse und Schinken. Das wird ein Tag, zusammengesetzt aus kleinem Glück, den einfachen Dingen. Fehlt abends nur noch ein gutes Bier, ein bisschen herb, ein bisschen gute alte Zeit. Wie das Schanzenbräu, aus einer kleinen Zwei-Mann-Brauerei in Gostenhof.
Vollmundiges Helles
Seit Mitte 2006 brauen Stefan Stretz und Stefan Krapf nach traditionellem Brauverfahren und natürlich nach dem deutschen Reinheitsgebot. Bislang nur auf kleineren Festen und Veranstaltungen zu haben, wird das Schanzenbräu ab kommendem Samstag zum ersten Mal aus dem Zapfhahn fließen. Ab 16 Uhr stellen die beiden Stefans ihr Selbstgebrautes im Salon Regina vor. Dort ist das Schanzenbräu ab sofort auf der Getränkekarte zu finden. Im Angebot für durstige Gäste sind zwei Hauptsorten: Das rötlich schimmernde «Red» und das vollmundige «Hell».
Angefangen hat alles im Jahr 2004 im Keller einer Hinterhofwerkstatt in der Nürnberger Bärenschanzstraße, die auch als Namensgeberin der Mini-Brauerei dient. Während oben an alten Ami-Schlitten geschraubt wurde, brauten die Jungs aus Nürnberg im Untergeschoss ihr Bier. Damals freilich noch mit sehr einfachen Mittel: Eingemaischt wurde in alten, ausgedienten Waschkesseln, aufgesägte Bierfässer wurden kurzerhand zu Gärbottichen umfunktioniert.
Tatkräftige Unterstützung für die zwei Hobby-Brauer kam von Familie, von Freunden und Bekannten, die alle dafür sorgten, dass das Selbstgebraute aus Gostenhof kein Geheimnis blieb. Und schnell stand fest, dass Waschzuber und Handrührer gegen professionelle Ausrüstung eingetauscht werden mussten: die Brauerei Schanzenbräu war geboren.
Regionale Rohstoffe
Verwendet werden für das hopfenaromatische Bier zum größten Teil Rohstoffe aus der Region. Da das Schanzenbräu nicht auf Massenproduktion angelegt ist, kann es schonend und ohne Zeitdruck reifen. Darauf legen die Macher Wert.
Stefan Stretz, ausgebildeter Bierbrauer und Diplomingenieur für Brauereitechnologie wollte schon immer eine eigene Brauerei gründen. Beim ersten gemeinsamen Einmaischen wurde dann auch Stefan Krapf endgültig vom Brauerei-Virus infiziert. Seitdem kümmert er sich um die Organisation und Technik. Für die Zukunft planen die beiden zum Beispiel auch Braukurse für Leute, die mehr über ihr Lieblingsgetränk erfahren wollen. Auch die Entwicklung von weiteren eigenen Biersorten ist geplant.
Anja Schiffel |
| 8.3.2007 |
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