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Wo die Franken Flagge zeigen

Nicht nur in Bamberg gilt der rot-weiße Rechen als Sinnbild
 Wo die Franken Flagge zeigen
Die Metropolregion Nürnberg hat sich für ihre Arbeit klare Ziele gesetzt. Nebenbei schafft sie es seit zwei Jahren mühelos, dass die Franken näher zusammenrücken. So wie der Club mit seinem Pokalsieg für ein neues Wir-Gefühl zwischen Hof und Eichstätt gesorgt hat. Jetzt machen auch noch die Bamberger Basketballer Furore. Und im Herbst wird ein Nürnberger zum bayerischen Ministerpräsidenten gewählt.

Franken hat einen guten Lauf. Die Stimmung ist prächtig. Selbstbewusst fordern die Bamberger von den Wittelsbachern ihren Domschatz zurück. Selbst nach 200 Jahren Zugehörigkeit zum Staat Bayern ist es noch da, das Bedürfnis auf eine eigene kulturelle und geschichtliche Identität. Klar abgegrenzt vom oberbayerischen Einheitsbrei. Das Herz schlägt zuerst einmal für Franken.

Ein wenig sichtbar wird das aufpolierte Selbstwertgefühl durch die Clubfähnchen, die in großer Zahl an Autofenstern im Wind wehen. Auch die Nachfrage nach dem Rechen auf rot-weißem Grund ist enorm gestiegen. Am 1. Juli ist ausgiebig Gelegenheit, Flagge zu zeigen: Rund um Konzert- und Kongresshalle in Bamberg feiert der Volksstamm aus dem Norden des Freistaats zum zweiten Mal den «Tag der Franken». Ein Festtag beileibe nicht nur für jene, denen man gerne einen übersteigerten Franken-Patriotismus nachsagt.

Vor dem Rathaus an der Regnitz wird der fränkische Rechen gehisst, das lassen sich die Bamberger nicht nehmen. Mal sehen, wo an diesem Tag überall die Frankenfahne aufgezogen wird. Vor staatlichen Gebäuden gemäß einer Vorgabe aus München jedenfalls nicht. Handelt es sich bei dem Tuch doch um kein offizielles Hoheitszeichen. Stattdessen darf vor staatlichen Behörden nur die jeweilige Bezirksfahne wehen, brav eingerahmt vom bayerischen Rautenmuster und der Deutschland-Fahne.

Nicht verbieten kann man es den Nürnbergern, Bayreuthern und Weißenburgern, ganz privat mit dem fränkischen Rechen Flagge zu zeigen. Ganz nach dem Motto des Festtags am 1. Juli: «Franken mit Leib und Seele».

Und der designierte Ministerpräsident? Günther Beckstein sagt in Berlin, dass er aus Bayern kommt. Allmächd. HORST M. AUER

www.TagderFranken.de
29.6.2007
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