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Hellseher gegen Terroristen

In die Zukunft geblickt: «Next» mit Nicolas Cage als Magier
 Hellseher gegen Terroristen
Foto: UPI
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Regie: Lee Tamahori. Darsteller: Nicolas Cage, Julianne Moore, Jessica Biel, Thomas Kretschmann. (USA/96 Minuten)

Auf den ersten Blick ist Cris (Nicolas Cage) nur ein weiterer, drittklassiger Las-Vegas-Magier mit Rüschenhemd und David-Carradine-Frisur. Aber nein! Dieser Hellseher kennt die Zukunft wirklich. Zwar nur für zwei Minuten, aber immerhin. Und wenn seine rätselhafte Traumfrau Liz (Jessica Biel) in der Nähe ist, klappt die Sache aus unerklärlichen Gründen sogar noch besser. Von der weiß Cris aber nur, dass sie um halb neun in einem bestimmten Café sein wird - aber nicht an welchem Tag. Weswegen er täglich dorthin geht.

Das beschert uns auch einige der schönsten Szenen des Films, wenn der Magier in bester Murmeltier-Manier auf verschiedenste Arten versucht, Liz anzusprechen. Denn dank seiner Gabe merkt er immer gleich vorher, was schiefgehen würde.

Soweit so lustig, wären da nicht böse Terroristen. Die haben eine Atombombe und wollen sie irgendwo in Amerika zünden. Callie Ferris (Julianne Moore), Leder-Powerfrau des F.B.I. kennt nur eine Möglichkeit, sie zu stoppen: Mit Hilfe des Mannes, der in die Zukunft sehen kann.

Aber ach! Die Schurken (die übrigens französisch reden) sind nicht doof und machen sich mit Scharfschützen und Fernzündebomben ebenfalls auf die Suche nach Cris, der sich nun zur Action aufrüstet. Ist «Next» von Lee Tamahori in der ersten Hälfte nur ein bisschen öde, so wird er in der zweiten super langweilig. Die Charaktere treten auf der Stelle, während Autos und Holzstämme über sie drüberfliegen. Dabei besteht für den Helden nie wirklich Gefahr, denn dank seiner Superfähigkeiten kann Cris Schlägen, Eisenbahnzügen und sogar Kugeln ausweichen. Und das - haben wir alles schon vorher gesehen.

Noch was? Ach ja - Thomas Kretschmann, unser erfolgreichster Schauspiel-Export, ist auch mit dabei. Und macht das, was Deutsche in Hollywood meist so machen: Den Schurken geben, der «Hände hoch!» schreit. Und reiht sich damit nahtlos in ein unterfordertes Ensemble ein. Schade. (Cinecittà, Nürnberg; CineStar, Erlangen) PETER ROMIR
20.7.2007
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