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22.01.2008
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Bahn kauft im Ausland zu

Unternehmen befördert bald auch Fahrgäste in England
 Bahn kauft im Ausland zu
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BERLIN (dpa) - Die Deutsche Bahn baut ihr internationales Geschäft aus und steigt in den Personenverkehr in Großbritannien ein.

Dafür wird das Unternehmen Laing Rail übernommen, zu dem eine Pendlerbahn sowie Beteiligungen an zwei weiteren Nahverkehrsanbietern gehören, wie der bundeseigene deutsche Konzern mitteilte. Zum Kaufpreis, der laut Medienberichten bei rund 170 Mio. € liegen soll, wurden offiziell keine Angaben gemacht. Nach Unterzeichnung des Kaufvertrags müssen noch Behörden und Aufsichtsgremien zustimmen. In den britischen Frachtmarkt war die Bahn bereits 2007 mit dem Kauf der größten dortigen Güterbahn EWS eingestiegen.

Komplett übernommen werden soll nun die Nahverkehrsbahn Chiltern Railways (750 Beschäftigte, 160 Mio. € Umsatz), die vor allem Pendlerzüge zwischen London und Birmingham betreibt. Dazu kommen 50-Prozent-Beteiligungen an zwei Gemeinschaftsunternehmen: an der London Overground Rail Operations Ltd., die einen S-Bahn-ähnlichen Verkehr im äußeren Londoner Stadtgebiet betreibt, sowie am WSMR, der im Frühjahr ein Angebot mit fünf täglichen Zügen je Richtung von London nach Wales aufnehmen soll.

Bahn-Personenverkehrsvorstand Karl-Friedrich Rausch sagte, damit werde eine Basis für weiteres Wachstum in einem stark liberalisierten Markt gelegt. Der Konzern setze zudem seine Strategie um, sich angesichts größeren Wettbewerbs im Heimatmarkt Deutschland mehr Handlungsspielraum zu verschaffen.

Im Nahverkehr hierzulande hat die Tochter DB Regio noch 78 Prozent Marktanteil. Durch hohe Lohnzuwächse nach der jüngsten Tarifrunde drohe sich die Wettbewerbsfähigkeit zu verschlechtern. Über Gegenmaßnahmen sei jedoch noch nicht entschieden, sagte Rausch. Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte nach der Einigung mit der Lokführergewerkschaft GDL auf elf Prozent Einkommensplus unter anderem Preiserhöhungen und Stellenkürzungen angekündigt.
22.1.2008
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