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29-Jähriger wird Chef der Nürnberger Symphoniker |
| Alexander Shelley setzte sich gegen fünf Mitbewerber durch |
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NÜRNBERG - Am Ende traf es den Jüngsten: Alexander Shelley heisst der neue Chefdirigent der Nürnberger Symphoniker. Der 29-jährige Londoner setzte sich gegen fünf Mitbewerber durch.
Die Symphoniker haben sich die Entscheidung nicht leicht gemacht und die Verhandlungsfrist mehrmals verlängert. «Schließlich haben wir uns für die Zukunft entschieden und den Kandidaten gewählt, der das Publikum charismatisch am meisten abholte und trotz seiner Jugend bereits über eine immense Orchestererfahrung verfügt«, nennt Symphoniker-Intendant Lucius A. Hemmer Gründe für die Berufung Shelleys.
Nachfolger von Bernhard Gueller
Der Nachfolger für den eher glücklos agierenden Bernhard Gueller, der seit 2005 den Chefdirigentenstab am Dutzendteich schwang, hatte Ende September im Auftakt-Konzert zur neuen Symphoniker-Saison seine künstlerische Visitenkarte mit Kompositionen rund um Shakespeare (darunter die Suiten «Viel Lärm um nichts« von Erich Wolfgang Korngold und «Romeo und Julia« von Sergej Prokofjew) abgegeben.
Shelley, der perfekt Deutsch spricht und sich vor allem durch seine Zusammenarbeit mit der Deutschen Kammerphilharmonie in Bremen, dem MDR-Sinfonieorchester Leipzig und den Hamburger Symphonikern einen Namen machte, erhält einen Vier-Jahres-Vertrag ab der Spielzeit 2009/10, den er am 11. Dezember unterzeichnen will.
Inaugurations-Auftritt beim Klassik Open Air
Da der vielbeschäftigte Dirigent, der auch im Opernfach aktiv ist, kurzfristig bereits sehr verplant ist, wird es nur zu einem Nürnberg-Gastspiel 2009 kommen. Seinen Inaugurations-Auftritt als neuer Symphoniker-Chef wird er am 8. August beim «Klassik Open Air« im Luitpoldhain haben.
Dann kommt Shelley erst wieder zu den Neujahrskonzerten 2010. «Das wird ein richtiger Knaller«, verspricht Intendant Hemmer, ohne Einzelheiten zu nennen. Er prophezeit dem Briten eine «gang, ganz große Karriere« und ist froh, dass man das optimale Zeitfenster für die Verpflichtung des begabten Dirigenten, der für seine technische Perfektion und hohe Musikalität gerühmt wird, erwischte.
Nicht unbescheiden
Shelley gab sich in einer ersten Stellungnahme nicht unbescheiden und will den Symphonikern sogar zu Weltgeltung verhelfen: «Ich freue mich darauf, zusammen mit diesem dynamischen Orchester lohnendes wie anspruchsvolles Repertoire zu erarbeiten und mit dem treuen Publikum als Basis zur Steigerung des internationalen Rufs der Nürnberger Symphoniker und des kulturellen Lebens dieser historischen Stadt beitragen zu können.«
Herbert Coerper, Vorsitzender des Symphoniker-Trägervereins, gibt sich überzeugt, dass Shelley und Hemmer ein «starkes Führungsteam bilden« und die Symphoniker inhaltlich wie personell verjüngen werden.
Jens Voskamp |
| 28.11.2008 |
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