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1130 Meter lange Röhre der U3 ist fertig |
| Ab 2011 soll die U-Bahn bis Friedrich-Ebert-Platz fahren |
| 1130 Meter lange Röhre der U3 ist fertig |
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NÜRNBERG - Ein weiteres Teilstück der U-Bahn-Linie U3 ist im Rohbau fertig: Die Baufachleute feierten gestern am Friedrich-Ebert-Platz den Abschluss der Arbeiten an der 1130 Meter langen Röhre.
Überschattet wurde das Fest im Tunnel von dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs, der wahrscheinlich durch eine U-Bahn-Baustelle verursacht wurde. Oberbürgermeister Ulrich Maly unterstrich: «Der schreckliche Unfall sollte nicht alles infrage stellen. Es gibt keinerlei Grund, Panik zu verbreiten.« Planende und beratende Ingenieure bemühten sich um maximale Sicherheit. Es lohne sich, in den öffentlichen Nahverkehr zu investieren. Wenn die U3 fertig ausgebaut ist, seien 300.000 Nürnberger ans städtische U-Bahn-Netz angeschlossen. Außerdem wirkten die 66 Millionen Euro für den jetzigen U-Bahn-Bau als Konjunkturpaket.
Keine Vibrationen zu erwarten
Herbert Dombrowsky, Vorstandsvorsitzender der VerkehrsAG, bedankte sich sowohl bei den beteiligten Baufirmen wie bei den Anwohnern, die in den vergangenen 15 Monaten erhebliche Beeinträchtigungen hinnehmen mussten. Vibrationen durch die U-Bahn müssen die Nordstädter nach Auskunft von Ingenieuren nicht befürchten: Eine acht Zentimeter starke, gummiartige Kunststoffmasse unter den Gleisen verhindert, dass die Schwingungen an die weitere Umgebung abgegeben werden. Nürnbergs Baureferent Wolfgang Baumann freute sich über die Ausweitung des U-Bahn-Netzes. Er erinnerte daran, dass immerhin 30 Prozent der Nürnberger kein Auto haben. Außerdem nehme die Bereitschaft, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, auch bei Pkw-Fahrern immer stärker zu, je weiter ihre Ziele in der Innenstadt liegen. Baumann teilte mit, dass die jetzige Rohbau-Strecke 2011 in Betrieb gehen soll.
Die U3 ist damit aber noch nicht an ihrer Endstation angelangt: Im Südwesten soll die Trasse über Großreuth/Schweinau bis Gebersdorf verlaufen. Das Planfeststellungsverfahren dafür hat begonnen. Der Nordast der U3 soll über den momentanen Ausbau zwischen Station Maxfeld und Friedrich-Ebert-Platz hinaus zum Nordklinikum und als Endbahnhof zum Nordwestring reichen. Allerdings rollt dort die U-Bahn erst im Jahr 2014. Für die erste Fahrt der unterirdischen «Pegnitzpfeile« nach Gebersdorf ist das Jahr 2018 angepeilt.
Hartmut Voigt |
| 5.3.2009 |
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