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Bamberg: Die Heinrichskrone kehrt zurück

Stiftung hat grünes Licht für Nachbau gegeben
 Bamberg: Die Heinrichskrone kehrt zurück
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BAMBERG - Während das Original weiter in der Schatzkammer der Münchner Residenz schlummert, darf sich Bamberg mit einer Kopie trösten: Das Diözesanmuseum der Domstadt erhält eine kostbare Replik der Heinrichskrone.

Die Krone von Kaiser Heinrich II. (973-1024) war 1923 der Wittelsbacher Landesstiftung zugesprochen worden. Anlässlich des Jubiläums «1000 Jahre Bistum Bamberg» hatten 2007 zahlreiche Bürger wie auch Politiker aus ganz Franken die Forderung erhoben, die Kronen des Bistumsgründers und seiner Frau Kunigunde, die einst Teil des Bamberger Domschatzes waren, an die Regnitz zurückzuholen. Doch Transport und Rückgabe scheiterten am zerbrechlichen Zustand des wertvollen Kulturguts - und am Widerstand aus München.

Attraktion von großer Strahlkraft

Von der Wittelsbacherstiftung kam nun immerhin die Zusage, dass für die Heinrichskrone eine Reproduktion angefertigt werden darf. «Bamberg gewinnt damit eine Attraktion von großer Strahlkraft», ist Oberbürgermeister Andreas Starke überzeugt.

An Schönheit und Anziehungskraft werde die Replik dem Original in nichts nachstehen. Die Nachbildung eine der schönsten Kronen des Mittelalters entsteht in der Werkstatt des Bamberger Silberschmieds Friedemann Haertl. Die Kosten in Höhe von 150.000 Euro übernimmt die Oberfrankenstiftung. Spätestens 2012, im Jubiläumsjahr der Domweihe, soll das wertvolle Stück im Diözesanmuseum präsentiert werden.

Als ersten Arbeitsschritt wird das Institut für Archäologie, Bauforschung und Denkmalpflege an der Universität Bamberg die fragile Preziose durch einen aufwändigen 3-D-Scan vermessen. Anhand eines virtuellen Modells beginnt dann die eigentliche Fertigung der Krone nach historischem Vorbild. Lediglich bei den Edelsteinen wird aus Kostengründen auf die Verwendung des Originalsteins verzichtet.

Nie von Heinrich getragen

Die Heinrichskrone gilt als ein Symbol für fränkische Identität, ist aber vom 1024 verstorbenen Bistumsgründer nie getragen worden: Sie entstand erst um das Jahr 1275. Sicher ist jedoch, dass die Krone bis zur Säkularisation 1803 in Bamberg an Festtagen die Reliquienbüste des Kaisers zierte.

nn
23.3.2009 18:00 MEZ
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