ERLANGEN - Der Kinderherz-Chirurg Prof. Robert Cesnjevar hat den Herzfehler des vierjährigen Mahrabudin korrigiert, sein Kollege, der Kinderkardiologe Prof. Sven Dittrich, behandelte ohne Komplikationen im Herzkatheterlabor die höchstgradige Lungenschlagaderklappen-Verengung des fünfjährigen Ali Sena.
Die afghanische Kardiologin Rahima Stanikzai begleitete die beiden Buben außerdem bei einer 14-tägigen Echokardiographie-Hospitation. Die Aktion «Kinderherz-OP» des Uni-Klinikums Erlangen hat zusammen mit der Hilfsorganisation Robin-Aid die lebensrettende Behandlung der afghanischen Kinder finanziert. Sechs Kinder ausgeflogen
Erst im Oktober waren Mitarbeiter der Hamburger Stiftung Robin-Aid im Kinderkrankenhaus in Kabul auf die kleinen Jungen aufmerksam geworden. Sie erkannten schnell, dass den Kindern nur im Ausland noch geholfen werden konnte, und flogen sie zusammen mit vier Leidensgenossen aus. Alle sechs wurden in deutschen Kliniken therapiert, Ali Sena und Mahrabudin in Erlangen.
Die beiden mussten ihre weite Reise ohne ihre Eltern antreten. Per Inserat fand Robin-Aid zwei Gastfamilien, die sich der Kinder unentgeltlich annahmen. Dort hatten die Kleinen Gelegenheit, sich ein bisschen einzuleben, die Gasteltern begleiteten sie zu den ambulanten Untersuchungen und natürlich auch zu den Eingriffen selbst. Die rund 5000 Euro pro Patient, die durch die Reise und die Krankenhausaufenthalte angefallen sind, finanzierten Robin-Aid und Kinderherz- OP aus Spenden. Auch die Schülermitverantwortung des Gymnasiums Fridericianum unterstützte das Projekt, indem sie 850 Euro überreichte, die sie bei der Schulweihnachtsfeier eingenommen hatte.
Die Hilfsaktion «Kinderherz-OP» des Uniklinikums Erlangen wurde im Oktober 2008 ins Leben gerufen, um schwerkranken Kindern aus dem Ausland zu helfen.
Spenden können auf das Uni Konto 770, Sparkasse Erlangen, BLZ 76 350 000, Stichwort «Kinderherz- OP» überwiesen werden. Quittungen ab 200 Euro unter Tel. 85-3 31 35 oder kinderherzop@ uk-erlangen.de
Christiane Benesch |